Leichte Teilchen.
Lange Geschichten.
Warum trägt eine Welt eine dichte Atmosphäre, während eine andere fast luftleer ist? Schwerkraft, Temperatur, Strahlung und die gesamte Entwicklungsgeschichte wirken zusammen.
Die Geschichte entdecken ↓Gasteilchen bewegen sich nicht alle gleich.
Ein Gas enthält Teilchen mit vielen unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Bei gleicher Temperatur bewegen sich leichtere Teilchen im Mittel schneller als schwere. In den dünnen äußeren Schichten können besonders schnelle Teilchen unter passenden Bedingungen entkommen.
Die Fluchtgeschwindigkeit beschreibt die Mindestgeschwindigkeit für eine ungebundene Bahn im idealen Schwerefeld ohne weitere Stöße oder Antrieb. Sie hängt von Masse und Abstand zum Mittelpunkt ab. Eine typische thermische Geschwindigkeit ist dagegen nur eine statistische Vergleichsgröße.
Strahlung kann Gase aufheizen und chemisch verändern. Geladene Teilchen, Sternwind und starke Ausströmungen eröffnen weitere Verlustwege. Nachlieferung durch Ausgasung und Bindung in Gestein verändern die Bilanz ebenfalls. Ein Magnetfeld allein garantiert keine dichte Atmosphäre.
Temperatur und Teilchenmasse vergleichen.
Die Temperatur ist frei gewählt und gilt für das gedachte Gas. Sie ist kein Wetterwert der ausgewählten Welt.
- Quadratischer Mittelwert der Teilchengeschwindigkeit
- 3,52 km/s
- Fluchtgeschwindigkeit am Referenzradius
- 11,18 km/s
- Verhältnis Fluchtgeschwindigkeit / thermische Geschwindigkeit
- 3,18
Auch wenn der typische Wert kleiner ist, können einzelne Teilchen schneller sein.
vᵣₘₛ = √(3kT/m), vₑ = √(2GM/R). Kugelförmige Welt, Referenzradius an der Oberfläche, kein vollständiges Exosphärenmodell. Die echte Exobase liegt höher und kann andere Bedingungen besitzen. Keine Verlustquote, keine Atmosphärenlebensdauer; Kollisionen, Chemie, Strahlung und Sternwind fehlen.
Alle Eingaben bleiben im aktuellen Tab. Keine Speicherung, keine Übertragung. Die Darstellung bewegt sich nur, wenn Du sie veränderst.
Mars ist ein natürliches Archiv.
Die MAVEN-Mission untersuchte die obere Marsatmosphäre und ihre Wechselwirkung mit der Weltraumumgebung. Ihre Messungen helfen zu erklären, welche Prozesse zum Verlust von Gasen beitragen. Die Mission ist inzwischen beendet; ihre Daten bleiben für die Forschung wertvoll.
Um die frühere Atmosphäre zu rekonstruieren, verbinden Forschende solche Messungen mit Isotopenverhältnissen, Gesteinen und Modellen. Der heutige Verlust darf nicht einfach unverändert über Milliarden Jahre zurückgerechnet werden: Auch die junge Sonne und Mars selbst waren anders.
Nachlesen. Nachrechnen. Weiterfragen.
- NASA · MAVEN – Erforschung der oberen Marsatmosphäre und ihrer Entwicklung.
- NASA · Mars Facts – Dünne Atmosphäre, Temperaturunterschiede und Staub.
- Referenzwerte unseres Weltenvergleichs – Radien und Gravitationsparameter.
Redaktionsstand: 24. Oktober 2026. Zahlen sind gerundete Referenzwerte, keine aktuellen Wetter- oder Positionsdaten. Eigene Illustrationen und Lernmodelle; ihre Annahmen stehen jeweils am Labor.

