Wie fühlt sich ein Tag auf einer anderen Welt an? Schon die Frage nach dem Wetter führt uns vom vertrauten Wasserkreislauf zu Schwefelsäurewolken, Staub und gewaltigen Wirbeln.
Eigene schematische Illustration · keine Aufnahme und keine aktuellen Positionen.
Wetter braucht mehr als Sonnenlicht.
Wetter ist der wechselnde Zustand einer Atmosphäre. Klima beschreibt ihre statistischen Eigenschaften über längere Zeit. Sonnenlicht liefert Energie, doch auch Rotation, Zusammensetzung, Druck, Gelände und innere Wärme beeinflussen eine Welt.
Die Erde zeigt uns Wasser in Wolken, Regen und Eis. Venus besitzt eine heiße Oberfläche unter einer dichten Gashülle; ihre hohen Wolken enthalten Schwefelsäure. Auf Mars kann Staub den Himmel über weite Gebiete trüben. Jupiter zeigt Wolkenbänder und Wirbel über einer nach innen immer dichteren Atmosphäre.
Vergleich mit Vorsicht
Eine Temperatur am Marsboden und eine Temperatur in Jupiters hohen Wolken beschreiben verschiedene Umgebungen. Windgeschwindigkeit allein verrät außerdem nicht, wie stark der Wind einen Gegenstand belastet: Die Gasdichte zählt mit.
Zwei Wetterwelten nebeneinander.
Wähle zwei Welten. Auf Venus kannst Du zusätzlich zwischen Oberfläche und oberen Wolken wechseln. Der Sonnenlichtbalken reicht von 0 bis 200 % des irdischen Werts und beschreibt die Einstrahlung am jeweiligen Sonnenabstand.
Venus
Temperatur
Rund +467 °C
Druck
Etwa 93-facher irdischer Meeresspiegeldruck
Wolken
Die dichte Wolkendecke liegt weit über dem Boden.
Winde
Am Boden deutlich langsamer als in den hohen Wolken.
Sonnenlicht vor der Atmosphäre
191,3 % der Erde
Eine dichte, überwiegend aus Kohlendioxid bestehende Atmosphäre hält viel Wärme zurück. Die Oberfläche ist trotz reflektierender Wolken extrem heiß.
Mars
Temperatur
Stark schwankend, etwa −153 bis +20 °C
Druck
Weniger als 1 % des irdischen Meeresspiegeldrucks
Wolken
Dünne Eiswolken und schwebender Staub
Winde
Staubteufel; Stürme können den Planeten einhüllen.
Sonnenlicht vor der Atmosphäre
43,1 % der Erde
Die dünne, überwiegend aus Kohlendioxid bestehende Atmosphäre speichert wenig Wärme. Staubstürme sind großräumig, ihre mechanische Wirkung lässt sich aber nicht mit gleich schnellen Erdwinden gleichsetzen.
Venus und Mars: Zwei CO₂-Atmosphären mit sehr unterschiedlichen Bedingungen.
Grenzen des Lernmodells
Redaktioneller Vergleich typischer Bedingungen, keine Wettervorhersage und kein berechnetes Klimamodell. Sonnenlicht folgt 1/r²; daraus wird keine Temperatur abgeleitet. Werte verschiedener Höhen und Orte sind ausdrücklich gekennzeichnet.
Alle Eingaben bleiben im aktuellen Tab. Keine Speicherung, keine Übertragung. Die Darstellung bewegt sich nur, wenn Du sie veränderst.
Ein Wolkenbild ist erst der Anfang.
Kameras zeigen Strukturen und ihre Bewegung. Spektren helfen bei der Bestimmung von Gasen; Radiosignale und Sonden messen weitere Eigenschaften. Zusammen entsteht ein Bild der Atmosphäre in mehreren Höhen. Sichtbares Licht allein zeigt nicht, was unter einer dichten Wolkendecke liegt.
Eine wichtige offene Frage ist, wie Strömungen und Wolken über große Tiefen zusammenhängen. Gerade die Gasriesen erinnern uns daran, dass eine schöne Aufnahme nur einen Teil einer räumlichen, veränderlichen Atmosphäre zeigt.
Redaktionsstand: 24. Oktober 2026. Zahlen sind gerundete Referenzwerte, keine aktuellen Wetter- oder Positionsdaten. Eigene Illustrationen und Lernmodelle; ihre Annahmen stehen jeweils am Labor.