Jupiter.
Eine Welt voller Wirbel.
Und ein System für sich.
Wolkenbänder, ein gewaltiges Magnetfeld und vielfältige Monde umgeben den größten Planeten.
Die Geschichte entdecken ↓
Ein Riese aus der Frühzeit.
Jupiter bildete sich früh im jungen Sonnensystem. Ein wachsender Körper sammelte große Mengen Gas aus der Scheibe um die Sonne ein. So entstand eine Welt, die überwiegend aus Wasserstoff und Helium besteht. Wie sein Inneres heute genau geschichtet ist, lässt sich nur indirekt aus Messungen erschließen.
Eine feste Oberfläche wie auf der Erde gibt es nicht. Mit zunehmender Tiefe steigen Druck und Temperatur. Die sichtbaren Streifen sind Wolkenbänder in einer bewegten Atmosphäre. Helle Zonen und dunklere Gürtel strömen unterschiedlich; große Wirbel können lange bestehen. Der Große Rote Fleck ist ein besonders bekanntes Sturmsystem.
Gas wird eingesammelt.
Jupiter wächst zu einem massereichen Planeten heran.
Druck verändert Materie.
Wasserstoff besitzt in großer Tiefe andere Eigenschaften als an den Wolkenoberseiten.
Eine Atmosphäre in Bewegung.
Strömungen und Wirbel formen das wechselnde Gesicht des Planeten.
Ist Jupiter ein gescheiterter Stern?
Jupiter besteht zwar vor allem aus denselben leichten Elementen wie die Sonne, hat aber viel zu wenig Masse für die Wasserstofffusion eines Sterns. Er ist ein Planet. Der Vergleich darf nicht den Eindruck erwecken, ihm fehle nur wenig zum Sternwerden.
Große Welt.
Schnelle Drehung.
Für eine Rotation braucht Jupiter nur ungefähr zehn Stunden. Das ist viel kürzer als ein Erdentag. Seine schnelle Rotation geht mit einer deutlich abgeplatteten Gestalt einher.
Vergleiche die Drehungen über dieselbe Zeitspanne. Bei einem Gasplaneten hängt die gemessene Wolkenbewegung von der Breite ab. Unser Modell verwendet eine gerundete innere Rotationsperiode als gemeinsamen Maßstab.
Konstanter Vergleich: Jupiter 9,925 Stunden, Erde 23,9345 Stunden, jeweils Rotation relativ zu den Sternen. Markierungen sind frei gewählt. Keine Wettervorhersage oder aktuelle Lage des Großen Roten Flecks.
- Jupiterrotationen
- Erdrotationen
Beide Markierungen starten bei null Stunden an derselben frei gewählten Position.
Vier Monde verändern unser Weltbild.
Jupiter ist seit der Antike bekannt. Anfang des 17. Jahrhunderts machte das Fernrohr sichtbar, dass nicht alle Himmelskörper die Erde umkreisen: Monde begleiten auch einen anderen Planeten.
Eine kleine Weltengruppe.
Io, Europa, Ganymed und Kallisto werden mit dem Fernrohr beobachtet.
Die erste Begegnung.
Eine Raumsonde passiert Jupiter aus der Nähe.
Länger bleiben, mehr verstehen.
Galileo und später Juno gelangen in Umlaufbahnen und untersuchen das Jupitersystem.
Warum interessieren uns seine Monde?
Jupiters Monde sind eigene Welten. Io zeigt aktiven Vulkanismus; unter Europas Eiskruste gibt es Hinweise auf einen Ozean. Wasser und mögliche Energiequellen machen solche Orte für die Forschung interessant. Leben ist dort bislang nicht nachgewiesen.
Zum Weiterforschen.
- NASA · Jupiter Facts – Aufbau, Atmosphäre und Rotation.
- NASA · Jupiter Exploration – Beobachtungen und Raumsonden.
- NASA · Planetary Fact Sheet – Größen- und Bahndaten; Durchmesser aus dem volumetrischen mittleren Radius.
- Bildquelle bei NASA – PIA04866, NASA/JPL/Space Science Institute. Farbmosaik aus 27 Cassini-Aufnahmen vom 29. Dezember 2000, annähernd natürlicher Farbeindruck.

