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Die Welten der anderen Sterne

Ferne Welten.
Winzige Spuren.
Große Fragen.

Unser Sonnensystem ist eine Nachbarschaft unter vielen. Auch andere Sterne haben Planeten – und manche dieser Welten sind überraschend anders.

Wie entstehen sie? Wie finden wir etwas, das im Licht seines Sterns fast verschwindet? Und was können wir darüber erfahren?

Ferne Welten entdecken ↓
Andere Sterne. Andere Welten.
Eigene freie Illustration · kein reales Planetensystem
Größen und Abstände nicht maßstabsgetreu

Ein vertrautes Wort. Eine erstaunliche Vielfalt.

Exoplaneten sind Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. Viele umkreisen andere Sterne. Ihre Vielfalt erweitert unseren Blick darauf, was eine Planetenwelt sein kann.

Felsige Welten

Gestein ist erst der Anfang.

Auch unter den Exoplaneten gibt es kleine Gesteinswelten. Ein ähnlicher Radius allein verrät aber noch nicht, ob ein Planet der Erde auch bei Atmosphäre, Wasser oder Klima ähnelt.

Zwischen den vertrauten Größen

Supererden & Sub-Neptune.

Diese Bezeichnungen beschreiben Größen- oder Massenbereiche. Sie stehen nicht automatisch für eine bestimmte Oberfläche. Solche Welten haben in unserem Sonnensystem keine unmittelbaren Gegenstücke.

Riesen in Sternnähe

Heiße Jupiter.

Manche Gasriesen umkreisen ihren Stern auf sehr engen Bahnen. Ihre Existenz fordert Erklärungen dafür, wie Planeten entstehen und ihre Bahnen verändern.

Der Anfang liegt in einer Scheibe.

Um junge Sterne können sich Scheiben aus Gas und Staub bilden. Darin wachsen feste Bausteine durch Zusammenstöße und weitere Ansammlung von Material. Schwerkraft prägt den Weg zu größeren Körpern. Nicht jede Kollision hilft beim Wachstum: Material kann auch wieder zerbrechen.

Ein genügend massereicher Kern kann Gas anziehen, solange die Scheibe noch Gas enthält. Temperatur, Materialangebot und verfügbare Zeit beeinflussen, welche Welten entstehen. Für manche Riesenplaneten wird auch der direkte gravitative Zerfall einer massereichen Scheibe untersucht.

Die heutige Bahn muss nicht der Geburtsort sein. Wechselwirkungen mit der Scheibe und anderen Körpern können Planeten wandern lassen. Gerade die engen Bahnen heißer Jupiter machen diese Entwicklung zu einer wichtigen Forschungsfrage.

Vom Staub zur Welt: die Grundlagen →

Wir sehen oft zuerst die Wirkung.

1992 · EIN PULSAR

Planeten um einen Sternrest.

Aleksander Wolszczan und Dale Frail berichten über Planeten beim Pulsar PSR B1257+12. Hinweise liefern Verschiebungen in den Ankunftszeiten seiner regelmäßigen Radiopulse. Es sind die ersten bestätigten Exoplaneten.

1995 · 51 PEGASI b

Ein Planet um einen sonnenähnlichen Stern.

Michel Mayor und Didier Queloz entdecken einen eng umlaufenden Gasriesen. Er wird über die Bewegung seines Sterns nachgewiesen. Die Entdeckung eröffnet ein neues Kapitel der Planetenforschung.

KEPLER & TESS · SYSTEMATISCHE SUCHE

Viele Sterne im Blick.

Weltraumteleskope messen wiederholt die Helligkeit vieler Sterne. Regelmäßige kleine Einbrüche können auf vorbeiziehende Planeten hinweisen und werden sorgfältig überprüft.

Transit: ein wenig weniger Licht.

Zieht ein Planet aus unserer Blickrichtung vor seinem Stern vorbei, verdeckt er einen Teil des Sternlichts. Daraus lässt sich das Verhältnis der Radien erschließen. Die Ausrichtung muss passen.

Radialgeschwindigkeit: ein bewegter Stern.

Stern und Planet bewegen sich um ihren gemeinsamen Schwerpunkt. Regelmäßige Verschiebungen der Spektrallinien verraten Bewegung auf uns zu und von uns weg. Ohne bekannte Bahnneigung erhält man in der üblichen Auswertung eine Mindestmasse.

Direkte Bilder & Mikrolinsen.

Manchmal lässt sich das Licht eines Planeten vom Sternlicht trennen. Bei der Mikrolinsenmethode verändert die Schwerkraft eines Vordergrundsystems das Licht eines ferneren Sterns. Unterschiedliche Methoden erfassen unterschiedliche Ausschnitte der Planetenvielfalt.

Ist jeder Helligkeitseinbruch ein Planet?

Nein. Auch Doppelsterne, Sternaktivität oder Messartefakte können Signale erzeugen. Die Forschung prüft Wiederholungen, Form und mögliche Alternativerklärungen. Eine Modellkurve allein ist kein Planetennachweis.

Nicht nur lesen. Lichtspuren verstehen.

Ein Planet verrät sich im Sternlicht.

Verändere Größe, Blickrichtung und Position.
Was passiert mit der Lichtkurve?

Blickrichtung: zum Stern

Der Planet bewegt sich vor dem Stern. Der gestrichelte Weg zeigt seine projizierte Bahn.

Verbleibendes Licht · jetzt
99,00 %
Maximale Verdunkelung · diese Bahn
1,00 %
Die Lichtkurve zum Modell100,00 %99,33 %98,65 %−1,40+1,4Position entlang der Bahn · Sternradien

Verbleibendes Licht in Prozent · vertikale Achse automatisch vergrößert. Die Achsenwerte ändern sich mit dem Modell; Kurventiefen zwischen Einstellungen bitte anhand der Prozentwerte vergleichen.

Der Planet zieht vollständig vor die Sternscheibe. Die größte Verdunkelung entspricht hier dem Quadrat des Radiusverhältnisses.

Eigenes geometrisches Lernmodell, kein reales Sternsystem und keine Messdaten. Gleichmäßig helle Sternscheibe, lichtundurchlässiger Planet und geradlinige Bewegung mit konstantem projiziertem Tempo. Ohne Randverdunkelung, Atmosphäre, Sternflecken oder Messrauschen. Bei vollständiger Überdeckung der Planetenscheibe gilt: Verdunkelung = (Planetenradius / Sternradius)²; bei streifenden Transits wird die gemeinsame Fläche der beiden Scheiben berechnet. Die waagerechte Achse zeigt Position, keine Umlaufperiode. Alle Eingaben bleiben im aktuellen Tab.

Wie viel Welt steckt in einem Lichtsignal?

Ein Transit liefert zunächst ein Größenverhältnis. Für einen Planetenradius brauchen wir auch den Sternradius. Kommen Messungen der Masse hinzu, lässt sich die mittlere Dichte abschätzen. Sie grenzt mögliche Zusammensetzungen ein, liefert aber noch keine eindeutige Landkarte des Inneren.

Bei manchen Planeten durchquert während eines Transits ein kleiner Teil des Sternlichts die Atmosphäre. Unterschiedliche Gase absorbieren unterschiedliche Wellenlängen. Solche Transmissionsspektren, etwa mit dem James-Webb-Weltraumteleskop, können Hinweise auf Bestandteile der Atmosphäre geben. Wolken, Sternaktivität und Modellannahmen erschweren die Deutung.

Auch direkt aufgenommenes Planetenlicht und Änderungen des Infrarotlichts während eines Umlaufs können zur Untersuchung beitragen. Doch detailreiche Illustrationen ferner Oberflächen sind meist künstlerische Vorstellungen. Die Messungen erlauben gewöhnlich viel weniger räumliche Einzelheiten.

Bedeutet „habitable Zone“, dass ein Planet bewohnt ist?

Der Begriff bezeichnet einen Entfernungsbereich, in dem unter passenden atmosphärischen Bedingungen flüssiges Wasser an einer Oberfläche möglich wäre. Ob diese Bedingungen tatsächlich vorliegen, hängt von weiteren Eigenschaften ab. Ein Planet in dieser Zone ist deshalb weder automatisch erdähnlich noch ein Nachweis für Leben.

Unsere Erde als Vergleich kennenlernen →

Ferne Welten brauchen überprüfbare Spuren.

Quellenstand: 22. Oktober 2026. Eigene SVG-Illustration und idealisiertes Transitmodell. Die Sternscheibe im Labor ist absichtlich gleichmäßig hell, damit das Flächenprinzip nachvollziehbar bleibt. Die kreisförmigen Scheiben werden in derselben projizierten Skala dargestellt. Kein Zugriff auf externe Dienste beim Bedienen.

Weiter auf EntdeckungsreiseEuropa & Enceladus →Habitable Zone & Leben →Wie entstehen Planeten?Unsere SonneUnsere ErdeKuipergürtel & Oortsche Wolke
Mario an seinem Schreibtisch – illustrierte Darstellung

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