Mitten in die Korona.
2021 flog die Sonde erstmals durch die äußere Sonnenatmosphäre. Sie misst dort unter anderem Teilchen und Magnetfelder und untersucht, wie der Sonnenwind entsteht.
Zur NASA-Mission ↗Sie prägt unsere Tage und macht unsere vertraute Welt erst möglich. Doch auch unser Stern hat eine Geschichte.
Von einer kalten Wolke zu einer Quelle aus Licht und Wärme – und zu einer Zukunft, in der sie sich grundlegend verändern wird.
Ihre Geschichte entdecken ↓
Vor rund 4,6 Milliarden Jahren zog sich ein Teil einer Gas- und Staubwolke unter seiner eigenen Schwerkraft zusammen. Im Zentrum sammelte sich der größte Teil des Materials. Daraus entstand unsere Sonne; in der umgebenden Scheibe wuchsen die Bausteine der Planeten.
Der junge Protostern wurde durch das Zusammenziehen immer heißer. Schließlich herrschten im Kern die Bedingungen für anhaltende Kernfusion: Wasserstoffkerne verbinden sich zu Helium. Dabei wird Energie frei. Die Sonne trat in die lange Hauptreihenphase ein, in der sie sich heute befindet.
Die Sonne besteht überwiegend aus heißem Plasma. Im Inneren wirkt Druck dem Zusammenziehen durch die Schwerkraft entgegen.
Wie entstand dabei unser Sonnensystem? →Wähle eine Entwicklungsphase.
Die Reise beginnt bei unserer heutigen Sonne.
Im Kern wird Wasserstoff zu Helium fusioniert. Die freigesetzte Energie hilft, den Druck aufrechtzuerhalten, der der Schwerkraft entgegenwirkt. Die Sonne befindet sich auf der Hauptreihe.
Schematische Illustration · Größen, Farben und Phasendauern nicht maßstabsgetreu · keine gleichmäßige Zeitachse und keine berechnete Sternentwicklung. „Roter Riese“ fasst mehrere späte Entwicklungsabschnitte zusammen.
Wasserstofffusion im Kern versorgt den Stern mit Energie. Seine Eigenschaften verändern sich auch in dieser langen Phase langsam.
Nach dem Ende der Hauptreihe dehnen sich ihre äußeren Schichten stark aus. Später gehört auch Heliumfusion zu ihrem Lebensweg.
Nach dem Verlust der äußeren Hülle bleibt ein ungefähr erdgroßer, dichter Rest, der über Milliarden Jahre auskühlt.
Die starke Ausdehnung wird Merkur und Venus verschlingen; ob auch die Erde verschluckt wird, hängt von Details der Entwicklung ab. Unser heutiger Lebensraum wird jedenfalls nicht dauerhaft bestehen bleiben. Die interaktive Reise zeigt deshalb keine scheinbar genaue künftige Erdbahn.
Dafür besitzt sie nicht genug Masse. Für einen Stern wie unsere Sonne führt die Entwicklung über Riesenphasen und den Verlust der äußeren Schichten zu einem Weißen Zwerg.
Die Sonne begleitete menschliche Zeitrechnung lange vor der modernen Astronomie. Neue Instrumente veränderten dann die Fragen: Ist sie unveränderlich? Woraus besteht sie? Und wie reicht ihr Einfluss bis zur Erde?
Beobachter wie Galileo untersuchen Sonnenflecken. Ihre Bewegung zeigt: Die Sonne rotiert und verändert sich.
Fraunhofer untersucht dunkle Linien im Sonnenspektrum. Kirchhoffs Arbeiten machen Spektrallinien zum Werkzeug, um chemische Elemente in fernen Lichtquellen zu erkennen.
Eugene Parker beschreibt den Sonnenwind theoretisch. Messungen von Raumsonden bestätigen den dauernden Teilchenstrom.
Raumfahrt erweitert unseren Blick über die störenden und schützenden Einflüsse der Erdatmosphäre hinaus. Das 1995 gestartete Observatorium SOHO untersucht die Sonne auf verschiedenen Wegen. Unterschiedliche Wellenlängen machen unterschiedliche Regionen und Vorgänge sichtbar.
2021 flog die Sonde erstmals durch die äußere Sonnenatmosphäre. Sie misst dort unter anderem Teilchen und Magnetfelder und untersucht, wie der Sonnenwind entsteht.
Zur NASA-Mission ↗Die gemeinsame Mission von ESA und NASA verbindet Nahaufnahmen mit Messungen des Sonnenwinds. Auch die Polarregionen gehören zu ihren Forschungszielen.
Zur Missionsübersicht ↗Das Bild zeigt extremes Ultraviolett bei 30,4 Nanometern, das unsere Augen nicht sehen können. Die Messdaten wurden eingefärbt. Besonders sichtbar werden dabei Strukturen in der Chromosphäre und im Übergangsbereich zur Korona. Es ist keine Aufnahme im sichtbaren Licht und keine Temperaturkarte der ganzen Sonne.
Quellenstand: 22. Oktober 2026. Zahlen und Zukunftsangaben sind gerundet. Die manuelle Phasenreise ist eine redaktionelle Übersicht mit schematischen Illustrationen. Alle Bedieneingaben bleiben im aktuellen Tab.
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