Merkur.
Der Sonne am nächsten.
Und noch längst nicht auserzählt.
Eine verkraterte Welt, deren Oberfläche die Spuren einer langen Vergangenheit bewahrt.
Seine Geschichte entdecken ↓
Was seine Narben erzählen.
Merkur entstand vor etwa 4,5 Milliarden Jahren aus Material um die junge Sonne. Im Inneren trennten sich die Bestandteile: Schweres Material sammelte sich im Kern, darüber bildeten sich Gesteinsschichten. Warum sein metallischer Kern im Verhältnis so groß ist, bleibt eine Forschungsfrage.
Einschläge prägten die Oberfläche; Lava überdeckte Teile davon. Als der Planet abkühlte und sich zusammenzog, entstanden große Geländestufen. Solche Spuren helfen dabei, seine Vergangenheit zu rekonstruieren.
Eine Welt entsteht.
Merkur wächst aus dem Material des jungen Sonnensystems.
Die Oberfläche wandelt sich.
Einschläge und vulkanische Prozesse hinterlassen ihre Spuren.
Ein Archiv aus Gestein.
Krater, Ebenen und Geländestufen bewahren Hinweise auf den Wandel.
Ein Tag dauert länger
als ein Jahr.
Merkur dreht sich in rund 59 Erdtagen einmal relativ zu den Sternen. Doch von einem Sonnenaufgang bis zum nächsten vergehen ungefähr 176 Erdtage – zwei Merkurjahre.
Der Grund ist das Zusammenspiel von Rotation und Umlauf: Während Merkur zweimal die Sonne umkreist, dreht er sich dreimal um die eigene Achse.
Alle Werte gerundet. Das Modell vergleicht Zeitspannen und bildet die veränderliche scheinbare Sonnenbewegung nicht ab.
Ein Merkurjahr ist vergangen, aber erst ein halber Sonnentag.
Balken zeigen den Fortschritt innerhalb des jeweiligen Zyklus; am Zyklusende sind sie vollständig gefüllt.
Aus einem Lichtpunkt
wurde eine eigene Welt.
Merkur war schon lange vor dem Raumfahrtzeitalter bekannt. Doch erst Raumsonden machten seine Landschaften aus der Nähe sichtbar.
Der erste nahe Blick.
Vorbeiflüge zeigten einen Teil der Oberfläche und erschlossen eine neue Welt.
Ein Planet wird kartiert.
Die erste Sonde in einer Merkurumlaufbahn untersuchte Oberfläche, Zusammensetzung und Magnetfeld.
Eis nahe der Sonne.
MESSENGER bestätigte Wassereis in dauerhaft beschatteten Polarregionen.
Was bleibt offen?
Wir wollen besser verstehen, wie Merkur seinen großen Metallkern bekam und wie sich sein Inneres entwickelt hat. Messungen liefern Hinweise; die vollständige Entstehungsgeschichte lässt sich daraus bislang nicht eindeutig ableiten.
Zum Weiterforschen.
- NASA · Mercury Facts – Eigenschaften, Entwicklung und Zeitverhältnisse.
- NASA · MESSENGER – Mission und wissenschaftliche Ergebnisse.
- NASA Photojournal · PIA16853 – lokal eingebundene Aufnahme. NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Carnegie Institution of Washington. Die verstärkten Farben zeigen Unterschiede der Oberfläche, nicht den natürlichen Farbeindruck.

